Recap zur M3 Campixx – humanes Marketing 3.0

M3 Campixx 2013Marco und Stephan eröffnen die M3 Campixx

Bei der M3 Campixx in Berlin am Müggelsee handelte es sich um meine erste OM-Konferenz. Zu verdanken habe ich dieses Erlebnis einem Gewinnspiel von Sumago und Unternehmer.de. An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an die Sponsoren.

In voller Erwartung und geprägt von zahlreichen Recaps ähnlicher Konferenzen startete ich gespannt in das Wochenende.

Meine Sessions am Samstag

Limbic Map® – Angewandtes Neuromarketing (Carsten Willer)

Marco und Stefan - M3 CampixxMarco und Stephan eröffnen die M3 Campixx

Was haben Andy Warhol, ein Löwe, Erfolg, Festgeld, ein Bett, die Malediven und Free Jazz gemeinsam? Es handelt sich um Begriffe aus einem Test zur Typenbestimmung auf Grundlage einer Limbic Map®. Carsten startete die Session mit einem wirklich interessanten Einblick in die Welt der an den Kunden ausgerichteten Neurowissenschaft.

Zweifelsohne werden keine Zielgruppendefinitionen mehr hingenommen, die auf rein demographischen oder geographischen Kennzeichnungen basieren. Ich persönlich habe aber auch selten mehr als ein paar Gedanken für die neuromarketingspezifische Segmentierung hergegeben. Bei zukünftigen Maßnahmen werde ich daher nun immer Carstens Worte zu Ozzy Osbourne, Prinz Charles, Performern, Hedonisten und Balance-Typen im Ohr haben.

So verwandelst Du deine Marke in einen „Lovebrand“ (Andreas Lenz)

Wie erzeugt man einen Lovebrand? Einen Bedarf untersuchen, eine Zielgruppe schaffen und dann? Der Tonus: Alles muss likeable sein, denn ein Lovebrand startet mit dem Aufbau von Emotionalität. Andy spricht vom Eyecandy, das sowohl vom Design eines Brands, von der Glaubwürdigkeit und (ganz besonders) von den Multiplikatoren abhängig ist. Was sich im Vortrag so einfach anhört ist in der Realität aber von so vielen Komponenten abhängig – Design, Botschaft, Team, Kanäle u.v.m. Für einen nachhaltigen Lovebrand müssen sich alle Abteilungen eines Unternehmens eng miteinander verzahnen. Meiner Meinung nach eine Herausforderung für Startups, die noch mit der grundlegenden internen Ordnung kämpfen. Aber: Wer es geschafft hat, der kann gut lachen – so wie Andy und die T3N.

Bodycheck – Körpersprache in Verhandlungen (Caroline Kliemt)

Caroline nutzte das schöne Wetter, erhörte unsere Wünsche und führte ihren Workshop mit uns unter freiem Himmel durch. In einfachen Übungen erfuhren wir am eigenen Leib die (Aus-)Wirkungen eines Hoch- und Niedrigstatus, den eine Person in Verhandlungsgesprächen annehmen kann. So wurde der (imaginäre) Marketingleiter einer Süßigkeiten-Marke in den Niedrigstatus zurück katapultiert und scheiterte in Verhandlungen mit einer Gummitierfarbspezialistin des Hochstatuts.

Meine Sessions am Sonntag

Audio Entertainment – Wie Marken mit Audiospots den Ton angeben (können) (Christoph Arrad und Jan Lohrengel)

Audiowerbung wird schnell unterschätzt und das, obwohl wir täglich ´zig Stunden Radio hören. Und dabei ist die Audiowerbung das Komplementärprodukt zur Print-, Social- und TV-Werbung. Eine große Auswahl an mitgebrachten Radio-Spots brachten uns in dieser Session die Vielfalt des Audio Entertainments näher.

Marketing mit Musik emotional aufladen (Carlos San Segundo)

Marketing mit Musik emotional aufladen - M3 CampixxCarlos lädt Marketing mit Musik emotional auf

Carlos startete seinen Workshop mit einer beeindruckenden Gegenüberstellung einer Filmsequenz, einmal „nur“ mit Geräuscheffekten und einmal mit hinterlegt mit Musik – bei letzterem war die Spannung der Filmsequenz deutlich zu spüren.

Ergebnis des Workshops: Die Sensibilisierung des Bewusstseins, dass Musik im Marketing unentbehrlich ist. Was wäre die Telekom ohne ihr Dü-dü-dü-dü-düm am Ende eines jeden Werbespots oder die Krombacher-Werbung ohne Vogelgezwitscher und Gitarrensolo?

Make Marketing not War – Guerilla Marketing in der Praxis (Teil 1) (Anthony-James Owen)

Guerilla Marketing - M3 CampixxGuerilla Marketing in der Praxis mit Anthony-James Owen

Anthony-James brachte uns in seinem Vortrag das kleine ABC des Guerilla Marketings näher und zeigte anschauliche Beispiele vergangener Kampagnen. Vorweg erläuterte er ein einfaches Konzept zur Ideenfindung, in dem das Prinzip der Assoziations-, Verfremdungs- und Kombinationsphase zu tragen kommt. Dies war so einfach und einprägsam, dass ich noch während des Vortrags zu Stift und Papier griff und zur Ideen-Findung ansetzte.

Leider konnte ich dem zweiten Teil nicht beiwohnen, lief folgender Vortrag doch parallel:

Lebst du, um zu arbeiten oder arbeitest du, um zu leben? (Manfred Gottschling)

Work-Life-Balance - M3 CampixxManfred Gottschling leitet die abschließende Diskussion zum Thema Work-Life-Balance

Der Diskussionsleiter Manfred Gottschling richtete die Frage zu Beginn seiner Session an eine illustre Runde, bestehend aus Mariano Glas, Jens Altmann, Jens Fauldrath und Stephanie Ludermann.

Die Meinungen zur Work-Life-Balance der Befragten gingen beim Thema Schlafzeiten, Ruheinseln und Kreativitätsphasen stark auseinander. Schnell raunte eine Debatte vom Feinsten durch den Saal. Verständlicherweise kann sich ein Selbständiger seine Zeiten anders einteilen, als ein Angestellter mit einer Kernarbeitszeit von 9 bis 18 Uhr. Am Ende des Slots waren sich aber alle wieder einig: Jeder muss seine Zeit seinem persönlichen Lebensstil anpassen. Die belebte Session wurde getreu dem Motto planmäßig um Punkt 16.45 Uhr von Manfred mit einem Lächeln und Sprint zum Rauchen aufgelöst.

Fazit zur M3 Campixx

Ich bin von der M3 begeistert. Workshops so weit das Auge reicht, Networking mit den verschiedensten Typen von Menschen, ein Wetter und eine Location die sich sehen lassen können und ein Abendprogramm mit Jetlev Flug, Tretboot-Wettrennen und einer Schnitzeljagd (die wir so ganz nebenbei gewonnen haben) vom Feinsten.

Vielleicht könnten in der nächsten M3 Campixx die Vorträge nach Genre geordnet werden: interaktiver Workshop, Diskussionsrunde oder faktengestützter Vortrag.

Ich schließe meinen Recap mit einem RIESEN Dankeschön an Stefan und Marco, die seltsamerweise immer und überall vertreten waren. Danke für die tolle Orga, danke für die super Location, danke für das leckere Essen, danke für die interessanten Sessions, danke für den Schnitzeljagd-Gewinnkorb, danke für das gute Wetter – Danke für die M3 Campixx 2013 am Müggelsee!

Weitere Recaps zur M3 Campixx

Nicht nur ich habe mir Mühe gegeben einen Recap über das tolle Wochenende zu schreiben, sondern auch viele andere. Aus diesem Grund findet ihr anbei noch ein paar weitere Follow-Ups.

Recap Autor
M3 CAMPIXX 2013 – MEHR ALS MARKETING von Jens Altmann
M3-Campixx – ranketing war dabei von André Wohltmann
M3 Campixx Erlebnisbericht von Ines Schaffranek
Recap: Die erste M3 Campixx und das Zungenbrecher-Wort von Jenifer Etzdorf
M3 Campixx 2013 Recap von Sabine Behrendt
M3 Campixx 2013 Recap von Paul Porzky

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